Ruhrpott-Söldner

Die Ruhrpott-Söldner

 

Das neue Team - aus 2 Teams mach 1...


Seit dem 01.01.2016 sind zwei Teams fusioniert. Zum einen "Die Söldner" aus Gevelsberg und zum anderen der "FC Ruhrpott" aus Bochum. Zusammen sind sie die "Ruhrpott-Söldner". Aber die Historie fing unabhängig voneinander an.


Zunächst die Historie der Söldner:


Die Geschichte unseres Vereins (bis 2004)

Eigentlich müsste man  sich fragen, wer sind die Söldner? Doch in unserem Fall sollte man sich wohl fragen, was sind die Söldner? Und offen gesagt, manchmal frage ich  mich das auch.

Also: Die Söldner sind eine seit 11 Jahren  existierende Gemeinschaft von fußballbegeisterten Jugendlichen und  "jungen" Erwachsenen oder solchen, die vor dem Gesetz als solche gelten.

Die  Gruppe setzt sich aus total unterschiedlichen Charakteren zusammen, die  eigentlich nur zwei Dinge gemeinsam haben: 1. Sie sind fußballverrückt  und 2. Sie haben irgendeine Art von Behinderung und sei es nur die  "Dicklichkeit" unseres Übungsleiters, der auch sonst nicht mitspielen  dürfte.

Und ich glaube diese beiden Dinge sind es im Besonderen,  die die Gruppe so einmal und konstant werden ließ. Denn hier kann jeder -  aber auch wirklich jeder - der in einem normalen Fußballverein wohl  nicht fußfassen könnte seiner Leidenschaft frönen.

Wie alles  begann: Vor ziemlich genau 11 Jahren haben 6 Jugendliche regelmässig ein   bißchen gekickt und dies mit stetig wachsender Begeisterung. Die   wachsende Begeisterung war und ist es wohl auch, die uns damals wie   heute immer wieder neue Leute brachte und bringt. Auch wenn wir zur Zeit   in unsere 15+1 köpfige Männerrunde (15 Männer und eine weibliche Kuh) im Alter von 15-32 Jahren Jahren keinen mehr mit aufnehmen.

Durch   regelmäßiges Spielen wurden die Ansprüche der Einzelnen an sich selbst   und damit auch der Ehrgeiz immer größer, was nicht immer etwas mit   Können zu tun haben muss, aber der Einsatz stimmt bei den Meisten immer -   natürlich ist niemand vor einem schlechten Tag gefeilt. Für Leute mit schlechten Tagen hat unser Übungsleiter MVossi ja noch seinen   Stromschocker zum "Motivieren" ;-)

Und obwohl wir eigentlich kein   Verein sind, nahm unsere Gruppe von zusammengewürfelten Spielern immer   mehr die Gestalt eines solchen an. Mit festen Regeln, einem Kapitän mit  unzähligen Vertretern von Vertretern, schlechten Schiedsrichtern aus den  eigenen Reihen, gelben und roten Karten und einer leicht verstopften  Trillerpfeife. Tja, so sind die Söldner.

Nachdem die   Mitgliederzahl größer 10 wurde, mussten wir in eine größere Halle   ausweichen. Da bot sich die Möglichkeit, das BBW Volmarstein regelmäßig mit den Söldnern zu besetzen und irgendwann wird es in unserer Hand   sein.

Der Hallenwechsel kam allerdings nur unter strengen   Auflagen zustande. Denn hierfür war es nötig, aus dem Haufen mehr oder   minder sympatischer Chaoten eine feste Rechtsform zu bilden, die formal nun eine externe Unterabteilung der BSG Volmarstein ist. Aber so   eigentlich sind wir das nicht: In Wahrheit sind wir nicht mehr und nicht   weniger als "DIE SÖLDNER". Und das ist auch gut so :-)

Die   Statuten erforderten sogar außersportlichen Einsatz von unserem wie   schon erwähnt in die Jahre gekommenen dicklichen Übungsleiter, der aus   purer Fußballgeilheit zum Übungsleiter mutierte, weil die Gruppe aus   versicherungstechnischen Gründen eine verantwortliche Aufsichtsperson   braucht, um weiter bestehen zu können.

Aber selbst da war noch   nicht Ende der Fahnenstange, denn trotz seines Alters ist Herr Voßwinkel   ziemlich ehrgeizig und so trug es sich zu, dass er kürzlich sogar zum Sportwart der BSG Volmarstein avancierte, was nicht zuletzt mit unserem   lückenlosen Erscheinen auf der Mitgliederversammlung zusammenhing, denn  schliesslich sind wir alle stimmberechtigt. Und wie schon gesagt: Wir  werden die Sportabteilung des BBWs irgendwann systematisch übernehmen.

Ich  selbst bin einer der 6 Gründungsmitglieder und ich habe alles aber auch  wirklich alles miterlebt. Licht und Schatten, viele Leute kamen, viele  gingen, einige passten in die Gruppe, andere nicht, wieder andere  wirklich, vor allem menschliche Säulen der Gruppe verstarben viel zu  früh.

Eigentlich hätten auch und vor allem diese Jungs es  verdient, den Erfolg der Söldner zugegen mitzuerleben. Denn schliesslich  haben wir es geschafft gegen alle, aber vor allem meyhöfische  Widerstände weiter zu bestehen und mehr als einmal standen wir vor der  Kapitulation aus diversen Gründen - aber die Söldner gaben niemals auf.

Dann  und wann messen wir uns auch mit anderen, u.a. mit diversen  Mannschaften der BSG Volmarstein, die ständig andere Gesichter  hervorbringt aber das ist uns schnurz, die Bilanz und die Tatsache, dass  die sog. "Freundschaftsspiele" immer seltener zustande kommen spricht  für uns, denn wir sind wirklich aber auch wirklich  immer da.

Unser  größter Erfolg war allerdings die Teilnahme am "Sonnencup" des  BVB-Fanclubs Sonnenkönige 93 e.V. - einem Fußballturnier für  Behinderten-Mannschaften - wo wir sensationell den vierten Platz  belegten und mit Abstand die geilsten Trikots hatten. Der Trend geht  auch bei uns zum Zweittrikot, welches wir mittlerweile haben, obwohl  dies zur Folge hat, dass wir das modische Orange der BSG kaum noch  tragen. Darüber bin ich sehr glücklich.

Zum Schluß bleibt  eigentlich nur die Frage frei nach den Stones "Wo soll uns das nur  hinführen?". Allerdings haben die Stones auch CDU´s Angie gefragt und  auch wenn ich mich deutlich von dieser Dame distanziere, haben wir eins  gemeinsam: Ich weiss weder wo es mit ihr noch mit den Söldnern hinführen  soll, aber es ist mir auch scheissegal.

Hauptsache es macht  Spass und die Söldner leben ewig: Ich bin gespannt, ob wir eines Tages  noch mit Krückstöcken aufgrund des Alters spielen werden, aber so   verrückt wie wir sind, kann ich mir das gut vorstellen.

Ich   hoffe, der geschichtliche Bericht hat einiges aufzeigen können. Aber ich   sage Euch mittendrin statt nur dabei muss man sein, und ich bin stolz ein Söldner zu sein.

gez. Stefan Isenberg (2005)

Und so ging es weiter (2005-2011)

Stefan hat es schon gesagt: "Wo soll uns das nur hinführen?" - Dies dachten wir auch und standen eine Zeit lang am Abgrund. Dank jedes einzelnen im Team, vor allem aber Dank der super Arbeit des Übungsleiters konnten wir die damalige Krise jedoch zum besseren Abwandeln. Doch was ist passiert?

Nachdem wir nun angefangen hatten, unser kleines Team wesentlich professioneller zu gestalten (seien es mehrere Trikotsätze, viele soziale Kontakte zu wichtigen stellen, usw.). Wir spielten noch einige Jahre weiter in einer Einrichtung nahe Dortmund. Doch nach der Meinung der Verantwortlichen dort, wurden wir bald zum Dorn im Auge. Keiner konnte das Verstehen, so waren wir vor Ort die größte und beliebteste Sportgruppe, konnten neue Mitglieder nur mit einer Warteliste vertrösten, da unser Limit erreicht war. Man merkte jedoch schnell, dass auch der Neid eine große Rolle spielte, und schnell begann man dort, gegen uns zu arbeiten.

Erst wurden Trainingseinheiten abgesagt, was uns jedoch erst vor Ort mitgeteilt wurde, dann versuchte man Mitglieder abzuwerben. Unsere mittlerweile großte Identität wurde abgesägt. Man beschimpfte uns als rechtsradikale, strenge, soldatenähnliche Gruppe und machte uns sogar bei manchen Turnierveranstaltern schlecht. Der Super-Gau sollte allerdings noch kommen.

Wenig später erlaubte man uns, auf dem Platz draußen zu spielen. Eine Woche später bekamen wir aber Stress mit der Verwaltung, da man nun behauptete, man hätte uns das klar untersagt. Die Gruppe von uns wuchs Indes weiter, was mit noch weniger Begeisterung gesehen wurde. Logische Konsequenz - Der Übungsleiter muss weg, das Team soll neu erfunden werden. ABER NICHT MIT UNS.

Als Bedingung, die Örtlichkeiten der EInrichtung weiterhin nutzen zu dürfen war, unsere gesamte Identität aufzugeben. So sollten wir unsere Trikots abschaffen, und die Trikots der Einrichtungsmannschaft benutzen, der Name sollte ebenfalls ersetzt werden und lletztendlich sollten wir auch unseren Übungsleiter (der ja so schlecht für uns ist) aufgeben, und einen Pseudo-Übungsleiter, natürlich von der Einrichtung ausgesucht, nehmen. Das gesamte Team bekannte sich jedoch zu der Identität und unserem Übungsleiter, sodass wir mehr oder weniger freiwillig die Einrichtung verließen ohne das wir wussten wie es nun weitergehen soll.

Nun nahmen Übungsleiter und Kapitän (eher der Übungsleiter) alles in die Hand und setzen eine vielzahl von Rädern in Bewegung. Die erste Zeit trafen wir uns wie sonst auch immer, nur das wir nun auf einem öffentlichen Mini-Fußballplatz tranierten. Die Monate vergingen, die Söldner am Abgrund? Nein - dafür lief es selbst in der Situation noch zu gut. Wir wollten weitermachen, wir haben weiter gemacht.

So fanden wir den Weg zur BSG Gevelsberg, die uns freudig und begeistert bei sich aufnahm. So bekamen wir unsere alte Trainingszeit auch hier wieder, sogar wieder in einer Halle. Zusätzlich half man uns finanziell weiter und setzte alles in Bewegung, dass wir uns willkommen fühlten. Schnell merkten wir, dass es noch viel mehr gab, womit man uns geholfen hat, und vor allem, was wir schon alles in der alten Einrichtung, im alten Verein mitgemacht haben. Von da an begann der rasche Aufstieg.

Wir knüpften neue Kontakte, spielten auf vielen Turnieren, und das Team entwickelte sich prächtig. Heute (2011) kann ich sagen, dass wenn jemand mir diese Geschichte erzählt hätte, ich genau das zu ihm gesagt hätte - schöne Geschichte. Jetzt hat unser Team bei vielen anderen Teams, Personen, Einrichtungen, usw. einen guten Ruf, und wir sind jederzeit gerne gesehen. Anders als manch eine Einrichtungsmannschaft es je hatte. Die Strapazen hatten sich also gelohnt und wir blieben bestehen. Nun gibt es das Team seit mehr als 17 Jahren, und bis auf so manches Mitglied hat sich nicht viel geändert.

Und nun greife ich noch einmal den Satz von Stefan auf: "Wo soll uns das nur hinführen!?"

gez. David Gertz (2011)


Hier die Geschichte vom FC Ruhrpott:


Unsere Gruppe hat sich am 10.08.2007 gegründet. Wir spielen einmal in der Woche von 19.00 - 22.00 Uhr in der neuen Sporthalle 2 auf dem Gelände der Schule am "Haus Langendreer". Sie umfasst aktuell 13 Personen. Unsere Höchstgrenze liegt bei 15 Personen.


Früher spielten wir für den BSV Bochum-Ost e.V. - Seit dem 07.02.2009 sind wir der BSG Gevelsberg untergliedert. Die neue Halle nutzen wir seit dem 27.03.2009